„Was kostet mich das alles?“ Diese Frage steht am Anfang jeder Niederlassung – und sie lässt sich seriös nicht mit einer einzigen Zahl beantworten. Zwei Praxen im selben Fachgebiet, in derselben Stadt, können sich um einen sechsstelligen Betrag unterscheiden. Sinnvoller ist eine andere Frage: Aus welchen Posten setzt sich die Summe zusammen – und welche davon kann ich beeinflussen?
Die sieben Posten jeder Gründung

Drei Zahlen bewegen die Gesamtsumme
Der Zulassungsweg. Übernahme, Nachbesetzung, Neugründung oder Anstellung im MVZ – das entscheidet, ob überhaupt ein Kaufpreis anfällt und wie lange das Verfahren dauert.
Der Zustand der Räume. Eine laufende Praxis kostet beim Start oft weniger als eine Fläche im Rohbau – selbst wenn der Kaufpreis höher wirkt.
Ihr Zeitplan. Jeder Monat zwischen Vertrag und erster Abrechnung kostet Geld, ohne dass etwas entsteht.
Die entscheidende Kennzahl ist nicht die Investitionssumme, sondern der monatliche Kapitaldienst im Verhältnis zum erwarteten Honorarumsatz.Faustregel aus der Gründungsbegleitung

Wo Budget verschwindet, ohne dass es auffällt
Räume sind der Posten mit der größten Streuung. Was im Exposé nach „bezugsfertig“ aussieht, bedeutet in der Praxis oft: neue Elektrik, Schallschutz zwischen Behandlungsräumen, ein zweiter Fluchtweg, barrierefreies WC.
Der zweite stille Posten ist der Anlauf. Zwischen Übergabe und erster Abschlagszahlung der KV liegen Wochen – in denen Gehälter, Miete und Ihr privater Bedarf weiterlaufen.
Was Sie vorbereiten sollten, bevor Sie mit der Bank sprechen
- Fachgebiet, Standort und Zulassungsweg – schriftlich, in drei Sätzen
- Eine Liste der Anschaffungen, getrennt nach „Start“ und „später“
- Eine Umsatzplanung mit den Annahmen dahinter: Scheinzahl, Fallwert, Privatanteil
- Ihren privaten Bedarf pro Monat – ehrlich gerechnet
- Den Anlaufplan: Wann fließt das erste Honorar?
Wo sich sparen lohnt – und wo nicht
Sparen lohnt sich bei Geräten, die erst später gebraucht werden, bei Einrichtung ohne Patientenkontakt und bei allem, was sich mieten statt kaufen lässt. Nicht sparen sollten Sie bei IT und Datenschutz, bei der Beratung zum Zulassungsweg und beim Liquiditätspuffer. Diese drei kosten im Nachhinein am meisten, wenn sie am Anfang fehlen.
Häufige Fragen
Was kostet eine Praxisgründung ungefähr?
Die Spanne ist groß und hängt vor allem von Fachgebiet, Zulassungsweg und Zustand der Räume ab. Rechnen Sie die sieben Posten für Ihren Fall durch – das Ergebnis ist belastbar, ein Mittelwert ist es nicht.
Ist eine Übernahme günstiger als eine Neugründung?
Nicht zwingend. Die Übernahme kostet mehr am Tag der Unterschrift, bringt aber Patientenstamm, eingespieltes Team und laufende Einnahmen mit. Die Neugründung verteilt Kosten und Einnahmenaufbau über einen längeren Zeitraum.
Wie viel Eigenkapital brauche ich?
Das hängt von Vorhaben und Bank ab. Wichtiger als eine feste Quote ist, dass die Planung Ihren privaten Bedarf und den Anlauf realistisch abbildet.
Was ist mit Physiotherapie- oder Psychotherapiepraxen?
Die Logik bleibt, die Gewichte verschieben sich: weniger Medizintechnik, dafür mehr Bedeutung für Räume, Zulassung und Terminorganisation.
Rechnen Sie Ihren Fall durch – mit jemandem, der beide Seiten kennt
Wir begleiten Gründung, Übernahme und Abgabe von Praxen: von der Standortfrage über Technik und IT bis zur Finanzierung. Erstgespräch vereinbaren – ergebnisoffen und ohne Verkaufsdruck.
Dieser Beitrag gibt allgemeine Hinweise und ersetzt keine Steuer- oder Rechtsberatung.
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Dieser Beitrag wurde mit KI-Unterstützung erstellt und automatisiert veröffentlicht. Redaktionell verantwortlich: Polargrün, Hendrik Koch – Rückfragen an info@polargruen.de.
